Durchführung eines Planspiels

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Ziel des Planspiels:    Auf der Grundlage der Analyse der Ausgangssituation der Periode 0 einer Kapitalgesellschaft (AG) sind im Spielteam die Rangfolge der Unterziele für das Unternehmen festzulegen und die entsprechend notwendigen quantifizierten Entscheidungen durch die Planspielteilnehmer so komplex zu treffen, dass mit möglichst geringem Aufwand das Oberziel =Gewinnmaximierung des Unter­nehmens erreicht wird.

 

Zu 1.:

  • Eine Aktiengesellschaft wurde geerbt, die Bilanz der Gesellschaft als Spiegelbild der geschäftlichen Tätigkeit der AG sowie der Computerausdruck für die Periode 0 liegen vor. Diese weisen eine ansprechende wirtschaftliche Aktivität aus, die es weiter auszubauen gilt. Die Marktpositionen sind auf den Märkten durch komplexe Entscheidungen ständig zu entwickeln.
  • Der Ausdruck der Ausgangslage (Periode 0) repräsentiert eine realistische Situation für das Treffen von Entscheidungen in der nachfolgenden Periode.
  • Es wurden  5 Teams gebildet, die als Unternehmensführung der AG unabhängig von einander die Entscheidungen für die AG treffen und als Spielteilnehmer im Planspiel agieren werden.
  • Die 5 Unternehmen treten als unabhängige Wettbewerber auf und treffen untereinander keine Absprachen über Zusammenarbeit und  treten nicht in Erfahrungsaustausch.
  • Jedes Unternehmen verfügt über eine eigene Produktion des Produktes 1, ein eigenes Vertriebssystem und ein eigenes Fabriklager, das sich am Standort der Produktion befindet..

 

 

Zu 2.:

  • Für die Planung von Unternehmenszielen ist von einer Zeitschiene von insgesamt 2½ Jahren auszugehen, die sich Planungsperioden aufteilen (1 Planungsperiode = 1 Quartal á 3 Monate);
  • Die Ausgangssituation für das Planspiel ist für alle Teilnehmer gleich. Die Entscheidungen sind in mehreren Bereichen zu treffen und in komplexer Form zum Einsatz zur Anwendung kommen. Es sind die Bereiche des Unternehmens:
    • Marketing (Marketingmix = Preise, Werbung, Vertrieb, Forschung);
    • Einkauf, Produktion, Versand;
    • Verwaltung, Finanzen.

 

    • Der Absatz des Produktes 1 (z.B. Zahnräder) wird vorerst über die Märkte 1 und 2 realisiert (Markt 1 Inlandmarkt- z.B. Berlin, wo sich auch das Fabriklager des Unternehmens befindet und der Markt 2 = Berlin, wo Transportkosten anfallen). Bei beiden Märkten handelt es sich um die Marktform Angebotsoligopol = wenige große Anbieter des Produktes 1 und viele kleinere Käufer als Nachfrager).
    • In den Planungsperioden der Zeitschiene von 2½ Jahren sind die Schwerpunkte der Entscheidungen wie folgt zu setzen:

    Planungsaktivitaeten

    Die einzelnen Instrumente des Marketingmix müssen komplex, entsprechend den Unternehmenszielen zeitabhängig, zielstrebig und klug eingesetzt werden.
    Bei der Planung in den Perioden des Planspieles wird vom Grundsatz ausgegangen: Vom Einfachen zum Komplizierten, um Wirkung der einzelnen Planungsinstrumente besser erkennen zu können. Deshalb werden in der 1. Periode erst mal nur die Maßnahmen des Marketings geplant, in den darauf folgenden Perioden kommen dann kommen schrittweise die Planung der Produktion und der Verwaltung /Finanzen hinzu.

    •  
        • Analyse der Planungsparameter der Ausgangssituation;
        • Festlegen der Unternehmensstrategie und Festlegen der Unterziele für die Perioden 1 und 2, Besonderheit für die Planung der 2. Periode – Entscheidung für die Teilnahme an der Ausschreibung für ein Sonderangebot auf dem Markt;
        • Besonderheit - bei der Entscheidungsfindung der 2. Periode ist bei der Bestellung von Handelsware zu berücksichtigen, dass in der 3. Periode die Betriebsferien anstehen und die Produktionskapazität um ein Drittel sinkt (Einkauf von mehr Handelsware erforderlich, um die steigende Nachfrage nach dem Produkt 1auf dem Markt abzudecken), Bewertung des Endbestandes des Produktes = bestellte Handelsware + Lagerbestand + produzierte Menge;
        • Übergabe der Prognose für die 2. Periode als Angaben aus der Marktforschung;
        • Beginn und Durchführung der Entscheidungsfindung für die Perioden 1+2 und Fixierung der Entscheidungen im übergebenen Entscheidungsformular (Aufbau und Gliederung des Entscheidungsformulars siehe Anlage);
        • Optische und verbale Auswertung der Ergebnisse der einzelnen Unternehmen durch den Leiter des Planspiels und Einschätzung der Wirksamkeit der Arbeit der einzelnen Unternehmen.
        • Erläuterungen des Leiters des Planspiels für die Nutzung der Planungshilfe, die das Rechnerprogramm für das Planspiel anbietet;
        • Erörterung der einzelnen Stufen der Periodenplanung im Unternehmen auf der Grundlage eines Planschemas:

    Zielbildung

    Alternativensuche

    Alternativenbewertung

    Entscheidung

    Realisation

    Abweichungsermittlung

    Abweichungsanalyse

      • Folgende Hinweise sind bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen:
        • Der Einsatz der Absatzinstrumente (Marketingmix) hat im Zeitablauf eine nachhaltige Wirkung, die bei jedem Absatzinstrument verschieden ist;
        • Die Wirksamkeit der Ansatzinstrumente ist abhängig vom Umsatz der Vorperiode. Der Ausdruck dieses funktionalen Zusammenhangs ist die Sättigungsfunktion, deren Unter- und Obergrenzen bei der Entscheidungsfindung, die z.B. in der Preispolitik jedes Unternehmens eine wichtige Rolle spielen (minimale und maximale Preisgrenzen auf den Märkten. Das trifft ebenfalls für anderen Marketinginstrumente zu;
        • Die Mindestwerte sind im Teilnehmerheft  für das Planspiel exakt aufgeführt.

      Zu 3.:

    3.und 4. Periode innerhalb des Unternehmerplanspieles

     

    Zu  den zu beachtenden Faktoren des Marketingmixes und der Produktionsplanung
    kamen in Periode 3 u. 4 Verwaltung und Finanzierungsaspekte dazu.

    Hier konnte man, um die Marktstellung des eigenen Unternehmens und der Konkurrenz
    beurteilen zu können, Marktforschungsberichte kaufen.
    Durch Rationalisierungsmaßnahmen, wie Unternehmungsberatungsgesellschaft beauftragen
    oder mieten einer EDV-Anlage, senkte man bis 12% der Verwaltungskosten.
    Die Bezahlung der Lieferverbindlichkeiten u. Kundenforderungen erfolgte nach vorgegebenen Konditionen z.B. 3.Zahlungsziel: 90 Tage netto.
    Dieses Zahlungsverhalten galt nur für Rohstoffe u. Handelsware, alles andere erfolgte ohne Ziel.
    Kredite wurden aufgenommen, wobei galt, Grundlage für die Kosten des kurzfristigen Kredites bildete  die zu beantragende Kreditlinie, z.B. Bereitstellungsprovision für einen nicht beanspruchten Betrag war 1%.
    Für kurzfristige Zahlungsziele(Umlaufmittel) beansprucht man einen kurzfristigen Kredit, genau wie für  langfristige Zahlungsziele(Maschinen) ein langfristiger Kredit aufgenommen wurde.
    Bei überschüssiger Liquidität konnte das Unternehmen in 3 verschiedenen Ausleihformen kurzfristig Kapital anlegen. In allen Perioden sollten Überlegungen der Unternehmensbereiche in der Planungsphase konstruktiv erörtert werden. Welche Planungskonflikte dabei auftreten ist als Anhang beigefügt

    Weiterführung des Planspiels

     

    Dividende                    - versteuerter Gewinn, der an die Aktionäre ausgezahlt wird.

     

    Zielsetzung für die Quartale 5 – 7

     

    Hauptziele :                 

    1. Liquidität    ( Zahlungsfluss )
    2. Ergebnis     ( Gewinn )
    3. Wachstum ( Erweiterung der Produktion )
    4. Marktanteile

     

    Beeinflussung der einzelnen Ziele

    Ergebnis           vom Umsatz und den Kosten
    Liquidität          vom Ergebnis
    Wachstum        vom Marketing und den Rahmenbedingungen
    Marktanteile     durch Preis und Wettbewerb

     

    Zwischenziele :
    Wie setzt das Unternehmen die Hauptziele durch ?

    1. Produkt 1 muss mehr produziert werden
    2. Vorausschauend auf das 6. Quartal ist ein 2. Produkt zu entwickeln

     

    Beachte !

    Beim Einführen von Produkt 2 – Forschung, Marketing, Maschinenarten und Zustand, Arbeitskräfte beachten.
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